Steven Goldner gegen Scientology
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Hanauer Anzeiger


Ratgeber hilft gegen Sekten in der Wirtschaft


Checkliste kann Scientologen im Management entlarven helfen


Frankfurt. – Zum Schutz vor sektengesteuerten Mitarbeitern, Personalberatern oder Seminarveranstaltern können Unternehmen künftig auf eine Checkliste zurückgreifen. In einem von den Sektenbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche in Frankfurt vorgestellten Buch "Scientology im Management" (Econ-Verlag, Düsseldorf 1995) werden Schutz- und Abwehrstrategien vorgestellt, um die Unterwanderung oder gar Umpolung einer Firma durch die amerikanische Psychosekte von Ron L. Hubbard wirksam zu verhindern.

Die beiden Autoren, die Diplom-Volkswirtin Angelika Christ und der Psychologe Dr. Steven Goldner , zeigen darin die Schwachstellen von Scientology: Die Sekte, der eigenen Angaben zufolge in Deutschland rund 30.000 Mitglieder angehören, sei unfähig, infiltrierte Betriebe auf Dauer erfolgreich zu führen. Es gebe außerdem einfache Möglichkeiten auch für Laien, die Gefahren durch einen sektengesteuerten Mitarbeiter oder Chef zu erkennen und sich zu schützen.

Angelika Christ und Steven Goldner betonten, es gebe spezielle Unternehmenstechnologien oder Führungsstrategien, mit denen andere Firmen von Scientologen auf deren Kurs gebracht werden sollten. Einfluss werde häufig über gute Bekannte genommen, aber auch über neues Personal, das vor allem an die Schaltstellen etwa in den Personalabteilungen oder Finanzverwaltungen von Firmen gelangen wolle.

Misstrauen sei auch bei dem großen Feld von Seminar-Angeboten im Management-Training geboten, wo Scientologen mit obskuren Psycho-Praktiken neue Anhänger zu gewinnen suchten.


Veröffentlicht im: Hanauer Anzeiger am 29.11.1995